GEC1
Begriff

Playtest

Jemand anderes spielt, wer das Spiel gebaut hat, schaut zu und schweigt. Was die Person zuerst versucht, wo sie hängen bleibt und was ihr gefällt, zeigt, ob die Spec im Spiel ankommt.

Zwei Personen sitzen von hinten gesehen am Laptop; eine spielt, die andere beobachtet schweigend mit einer gelben Karte in der Hand.
KI-generiert

Kurz

Wer ein Spiel gebaut hat, kann es nicht mehr zum ersten Mal sehen. Ein Playtest leiht sich dafür fremde Augen. Eine Person spielt und sagt laut, was sie denkt. Wer gebaut hat, sitzt daneben, erklärt nichts und schreibt mit. Ein Satz zum Start reicht: „Bitte einfach spielen und dabei laut denken.“

Drei Fragen tragen fast jeden frühen Test:

  1. Was hat die Person zuerst versucht?
  2. Wo wusste sie nicht weiter?
  3. Was hat sich gut angefühlt?

Genauer

Jede Erklärung während des Tests verdeckt einen Befund. Muss nach einer Minute Feststecken doch geholfen werden, wird das notiert: Genau dort fehlt im Spiel etwas, oft eine Rückmeldung.

Ein Test beantwortet am besten eine Frage, die vorher feststeht. Die Designfrage aus der ersten Hausaufgabe ist so eine Frage. Sie wird vor dem Test aufgeschrieben, aber nicht vorgelesen, damit die Person nicht danach spielt.

Was zwei Personen unabhängig voneinander bemerken, ist ein Muster; was nur eine bemerkt, ist ein Hinweis. Nach dem Test steht fest, ob die Designfrage beantwortet oder noch offen ist, und mit welchem Beleg. Daraus folgt eine Entscheidung: eine Zeile der Spec ändern, oder sie begründet beibehalten und den nächsten Test planen. Der Devlog hält fest, was beobachtet und was entschieden wurde. Mit dem Commit des getesteten Stands lässt sich später zeigen, welches Spiel getestet wurde.

Im Kurs

  • Ablauf und Karten: Tag 4, Druckvorlage druck/playtest-karte.html.
  • Jede Runde: acht Minuten spielen, drei Minuten Karte, erst dann reden. Ist das Spiel schneller durchgespielt, spielt die Person es ein zweites Mal ohne Hinweis.
  • Ein Spiel, das nicht startet, ist auch ein Befund. Dann spielt die Person es selbst vor, und die andere füllt die Karte als Zuschauerin aus.

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